Sonnenuntergang
Tagebuch



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25.1.08 Wir reißen uns zusammen und raffen uns hoch

Mein Körper ist erschöpft und ausgelaugt, mein todmüdes Herz wird durch Kaffee in Bewegung gehalten, aber mein Geist ist wach heute. Die Sonne und die Musik haben ihn geweckt. Ich will nicht nach draußen, weil das grelle Licht mich den Blicken aussetzt. Hier drin sitze ich bleiern und schwach in meinem Stuhl, aber meine Gedanken laufen wie ein Tiger im Käfig hin und her. Ich kann sie noch nicht sammeln, nichts mit ihnen anstellen, aber ich merke wieder, dass sie da sind. Da ist ein Potential, es ist nur nicht ganz greifbar. Es ignoriert die müde Hülle und macht mich von innen unruhig. Ich sollte ihm Futter geben. Mehr Sonne und mehr Musik. Wäre heute Samstag, würde ich das tun. Heute ist aber Freitag, und ich muss noch einmal funktionieren heute, damit ich auch nächste Woche noch was zu essen auf dem Tisch habe. Also wird, was immer meine Hirnwindungen da drinnen kitzelt, gleich erstmal gründlich vergiftet, damit ich nachher bei der Arbeit nicht ständig wegdrifte, bei der Sache bleibe, nicht merkwürdig erscheine. Stille, ein wissenschaftlicher Text, Unmengen Zigaretten, Schokolade, that´s the way it works. Gut, vielleicht bin ich unspontan, leidenschaftslos, pragmatisch, aber eins bin ich nicht: unvernünftig. Oder gar krank. Klar bin ich krank, aber nur latent. Mein Leben kriege ich hin, ich stehe auf eigenen Füßen. Auch wenn ich Kreativität töte dafür. Ich nehme nichts geschenkt.

25.1.08 11:43
 



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